Tagebücher haben entscheidende Bedeutung
Andrea Kobleder vom IPW Institut für Angewandte Pflegewissenschaft der OST, die das Projekt leitet, bringt die Ausgangslage auf den Punkt: «Im Moment wissen wir noch zu wenig darüber, was Vertrauen für Patientinnen genau bedeutet und welchen Stellenwert hier die spezialisierten Pflegefachpersonen haben.» Diverse Studien belegen zwar seit Jahren die Bedeutung von Vertrauen in die Gesundheitsfachpersonen, doch ein entscheidender Punkt wurde dabei aussen vor gelassen, wie Kobleder ausführt: «Es wurde in bisherigen Studien vernachlässigt zu beschreiben, was Vertrauen überhaupt bedeutet und wie es entsteht. Dies steht im Fokus unserer Studie.»
Ziel klar vor Augen
Finalisiert wird das Bild durch Interviews mit Fachpersonen, die in die Behandlung involviert sind. Was Vertrauen in der Beziehung zwischen Patientin und Gesundheitsfachperson bedeuten bzw. bewirken kann, macht sie an einem einfachen Beispiel deutlich: «Allein das Wissen, sich jederzeit beispielsweise bei der Pflegefachperson melden zu können und mit jedem Problem ernst genommen zu werden, kann dazu führen, sich bei Komplikationen oder Nebenwirkungen wesentlich früher und somit rechtzeitig zu melden. Dies ermöglicht es, entsprechend reagieren zu können und frühzeitig Unterstützung zu ermöglichen.»
Das Ziel der Studie hat Kobleder klar vor Augen, es tönt auch weniger als Wunsch denn als Hoffnung, welche die Bedeutung des Forschungsprojektes unterstreicht: «Ich wünsche mir, dass dank unserer Ergebnisse in Zukunft Fachpersonen, Spitäler und Organisationen mehr vertrauensfördernde Elemente in die Behandlung einfliessen lassen.»
Kontakt
Prof. Dr. Andrea Kobleder
IGW Institut für Gesundheitswissenschaften
Professorin
+41 58 257 15 33
andrea.kobleder@ost.ch

