Den Menschen als mechanisches System verstehen
In einem ersten Projektziel fokussiert das Team bis März 2023 wegen der hohen Komplexität auf einen Prototyp für das Exoskelett, der Rollstuhl-Prototyp soll bis Ende 2023 integriert werden. Im Labor des ILT wird schnell klar, wo die Komplexität liegt. An den Wänden hängen biomechanische Diagramme von menschlichen Bewegungen, auf einem Bildschirm ist die aktuelle Konzeptzeichnung des Hybrid-Systems ersichtlich, daneben ist der Programm-Code der Steuerung zu sehen. «Damit das Exoskelett die Nutzer im Alltag gut unterstützen kann, müssen wir zuerst verstehen, mit welchen Herausforderungen sie im Alltag konfrontiert werden», erklärt Ingenieur Raphael Schröder.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit, engagierte Sponsoren
Die gesamte Entwicklung, von der virtuellen Planung über die mechanische Konstruktion bis hin zur Steuerungssoftware, findet in einer interdisziplinären Partnerschaft an der OST statt. Für das bestmögliche Ergebnis arbeitet das neunköpfige Team des ILT mit dem Departement Gesundheit, dem Interdisciplinary Center for Artificial Intelligence, der Elektrotechnik sowie dem Departement Informatik zusammen. «Wir wollen ein selbststabilisierendes Exoskelett bauen, das sich auf Knopfdruck in den elektrischen Rollstuhl-Modus und wieder zurück transformieren kann. Das Hybrid-System soll dabei auch noch bequem, sicher und gesundheitlich langfristig unbedenklich für die Patienten sein – dafür braucht es Know-how aus ganz unterschiedlichen Disziplinen und die zukünftigen Benutzer», erklärt Rohner die breite interne Partnerschaft. Finanziell unterstützt wird das Projekt von einer Sponsoren-Partnerschaft bestehend aus der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, den Firmen Faulhaber und Maxon sowie weiteren Unternehmen.

Kontakt
Raphael Schröder
ILT Institut für Laborautomation und Mechatronik
+41 58 257 47 15
raphael.schroeder@ost.ch


