5000 Persönlichkeiten mit Herzblut
Sozialpolitik, Landschaftsarchitektur, Business Engineering – so etwa die Ausbildungsbereiche der OST. Sie sind vielfältig, genauso wie die Herkunft ihrer Absolvierenden. Beim Zusammenschluss der Ehemaligen-Organisationen prallen folglich unterschiedliche Charaktere und Denkarten aufeinander: Mitglieder der Vereine in Rapperswil und Buchs haben oftmals einen technischen Background. Das FHS-Alumni-Netzwerk hingegen deckt vier Fachbereiche ab: Bau und Technik, Gesundheit, Soziale Arbeit, Wirtschaft.
«Ehe» mit Herausforderungen
Der Tenor auf die Erweiterung der Alumni-Familie sei vorwiegend positiv und wohlwollend. Kritische Stimmen betonen aber die Schwierigkeit, mit seiner «Homebase» verbunden zu bleiben. «Dazu existiert das Club-Modell», sagt Federer, der selbst langjähriger Alumnus ist. Dieses Modell ermögliche den Dialog unter Gleichgesinnten. Der Leiter Alumni Services sieht im Zusammenschluss den richtigen Schritt, zumal die Hochschulen ebenfalls auf die Formel «Aus Drei wird Eins» setzen. «Vielen Mitgliedern fällt aber die Identifikation mit einer alumniOST noch schwer, da sie an einer der OST-Vorgängerinstitutionen studiert haben.»
Federer weiss, wovon er spricht, der 48-Jährige hat nämlich bereits eine Alumni-Fusion hinter sich: Einst Student der Betriebswirtschaft an der Fachhochschule für Wirtschaft St.Gallen, eine der FHS-Vorgängerinstitutionen, wurde er erst FHS-Alumni-Mitglied und zählt nun zur alumniOST-Familie. Angst, das Zugehörigkeitsgefühl zu seiner ursprünglichen Schule zu verlieren, hat er keine: «Ich werde mich jedem Mitglied der alumniOST verbunden fühlen. Da existierten automatisch Vertrauen und Verbundenheit.»
Um das Band zwischen den alumniOST-Mitgliedern zusätzlich zu stärken und standortübergreifendes Netzwerken zu intensivieren, organisiert das Team jährlich rund 15 interdisziplinäre Inputs, Besichtigungen und Workshops mit fachlicher Expertise. Zu deren wichtigsten zählt etwa der Networking-Tag, der grösste öffentliche Ostschweizer Anlass dieser Art mit über 700 Teilnehmenden.
Das Netzwerk, das bleibt
«Sich vernetzen, Beziehungen pflegen, neue Kontakte knüpfen und mit seiner Hochschule verbunden bleiben – so der Kerngedanke und nach wie vor der wichtigste Bestandteil einer Ehemaligen-Organisation», so der Networking-Experte, der seit über drei Dekaden sein eigenes Netzwerk aufbaut. «Das Wichtigste ist Offenheit und Wertschätzung. Man darf keine Scheu haben, auf Menschen zuzugehen, Neues zu lernen und auf andere Meinungen zu treffen.» Dann sei ein grosses Netzwerk ungemein bereichernd.
«Eine Bereicherung – auch das soll die alumniOST für ihre Mitglieder sein», sagt Matthias Okumus, Präsident Alumni HSR. «Die alumniOST will innovativ, wertvoll, inspirierend, vernetzend, lukrativ und vor allem persönlich sein.»
Trotz aller Herausforderungen juristischer, gesellschaftlicher und zwischenmenschlicher Art freue sich Michael Federer auf den Zusammenschluss, sagt der Alumnus lächelnd zum Abschluss unseres Gespräches, wissend, dass Studierende kommen und gehen. Doch das Netzwerk, das bleibt!
Was geschieht mit meiner Alumni-Mitgliedschaft?
An den Generalversammlungen im Herbst und Frühjahr werden die Alumni HSR und der Club Alumni NTB über den Zusammenschluss abstimmen. Anschliessend gehören deren Mitglieder automatisch zur alumniOST. Damit sind sie Teil des FH-Dachverbands FH SCHWEIZ und profitieren von einem umfangreichen Angebot an Vergünstigungen, exklusiven Events und einem riesigen Netzwerk. OST-Studierende der Lehre und der Weiterbildung sind während ihrer Ausbildung kostenlos Mitglied.
Kontakt
Michael Federer
Leiter Alumni Services / alumniOST
+41 58 257 14 88
michael.federer@ost.ch
