Es gilt, den Kunden zu verstehen
Dabei geht es in seinem Job als Berater nicht darum, standardisierte Lösungen an Kunden zu verkaufen, sondern vielmehr um eine fundierte Analyse, die zu einer faktenbasierten Handlungsempfehlung führt. Die zu beratenden Unternehmen sind dabei froh um die Aussensicht, die Züttel und seine Kolleginnen und Kollegen einbringen. «Entscheidend bei meiner Arbeit ist die Methodik, mit der die zu lösenden Probleme angegangen werden. Dabei geht es vor allem darum, den Kunden mit seinen Anliegen und Herausforderungen zu verstehen. Aufmerksames Zuhören und ein Auge für die kleinen Details sind entscheidende Eigenschaften eines Berater. Auf diese Weise werden Probleme an der Wurzel angepackt und nachhaltig gelöst», erklärt Züttel.
Mittlerweile kann sich Züttel kein besseres Arbeitsumfeld mehr vorstellen. Einerseits aufgrund des grossen Vertrauens, das STAUFEN.INOVA in den jungen Absolventen der OST setzt, sowie die Vielfalt der Anforderungen und Projekte, des abwechslungsreichen Kundenkontakts, der Branchenvielfalt oder der immer wieder neuen Problemstellungen – mit ihren ganz speziellen Herausforderungen. Insbesondere ein Projekt liegt Züttel ganz besonders am Herzen:
In einem Innosuisse-Projekt, das mit CHF 500 000 unterstützt wird und insgesamt 18 Monate Laufzeit hat, sind neben STAUFEN.INOVA als Kommerzialisierung-Partner auch Siemens und MAN als Industriepartner, die HSG St.Gallen und die OST – Ostschweizer Fachhochschule involviert. Nach einem ersten Blick auf den Mailverteiler war Züttel auf einmal klar: «Die kenn ich doch…» Und in der Tat arbeitet der ehemalige Student nun mit einem Teil seiner ehemaligen Dozierenden zusammen, insbesondere mit Daniel Kliem vom IMS Institut für Modellbildung und Simulation.
Wissenstransfer schliesst seinen Kreislauf
«Dies war am Anfang schon eine ungewohnte Situation, nun auf Augenhöhe gemeinsam in einem Projekt zusammenzuarbeiten. Meine neue Rolle nahm ich schnell wahr und ich sah das Potenzial, wenn wissenschaftliche Arbeiten mit Praxiserfahrungen kombiniert werden», erklärt Züttel. In der Tat schliesst der Wissenstransfer mit diesem Projekt bilderbuchmässig seinen Kreislauf: Ein auf hohem Niveau an der OST ausgebildeter Student nimmt sein Wissen aus dem Studium mit in die Praxis und trägt so ein Stückchen zum Projekterfolg bei.
Während Siemens und MAN dabei das Datenmaterial und die beiden involvierten Hochschulen das nötige Forschungswissen einfliessen lassen, erhält STAUFEN.INOVA als – wie erwähnt kommerzieller – Partner am Ende ein Beratungsprodukt für den operativen Alltag. Obwohl Innosuisse-Projekte nicht patentierbar sind, bietet sich dem Unternehmen somit doch ein immenser Wissensvorsprung, ist man doch von Beginn an in die (Weiter-)Entwicklung des Produktes eingebunden.
Der berufliche Werdegang von Dominik Züttel ist sicher aussergewöhnlich. Doch den Wert des Studiums wissen auch seine ehemaligen Kolleginnen und Kollegen zu schätzen: «Ich stehe nach wie vor mit einigen ehemaligen Kommilitoninnen und Kommilitonen in regelmässigem Austausch. Wir reden oft darüber, wie wir auf erlangtes Wissen aus dem Studium zurückgreifen und so für die täglichen Herausforderungen in unserem Job gewappnet sind. Wir stellen fest, dass sich der (Mehr-)Wert des Studiums erst in der Praxis vollends zeigt.»
Kontakt
Prof. Urs Sonderegger
Studiengang BSc Wirtschaftsingenieurwesen
Studiengangsleiter
+41 58 257 17 55
urs.sonderegger@ost.ch
